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Isla de Tabarca     
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Tabarca gehört zur Stadt Alicante und ist die einzige bewohnte Insel der Comunidad Valencia. Sie wurde im 18. Jhrd. besiedelt durch König Carlos III., der sie befestigen ließ, um dort Familien aus Genua, die auf der tunesischen Halbinsel Tabarca gefangen gehalten wurden, anzusiedeln. Der Name "Tabarca" wurde dabei einfach übernommen. Weitere Infos zur Insel gibt es im folgenden Text.

Nach Tabarca wollten wir schon immer mal, haben es aber irgendwie bisher nie geschafft. Aber als ich am Dienstagmorgen um kurz nach 10 Uhr zu Jürgen sagte "Um 11.30 Uhr legt in Santa Pola die Fähre nach Tabarca ab" schaute er nur kurz auf die Uhr und sagte "Das schaffen wir!". In Minutenschnelle hatten wir die wichtigsten Sachen zusammen gepackt, Fenster und Türen verschlossen und saßen im Auto. Tabarca, wir kommen!!!

Schon nach ca. 20 km erlebten wir etwas, was wir noch gar nicht kannten ... Stau an der Mautstation. Obwohl wir "unsere" Fähre schon ohne uns ablegen sahen, fuhren wir nach dem Zwangsaufenthalt endlich weiter. Jürgen konnte im letzten Augenblick noch ein Ticket wegen "zu schnellen Fahrens" durch eine Vollbremsung verhindern, bevor wir dann um 20 nach 11 die Nationalstraße verließen. Nur noch 10 Minuten, um durch ganz Santa Pola zu fahren, einen Parkplatz zu suchen und zu finden ... es war nicht mehr zu schaffen. Um 10 Uhr 32 fuhren wir auf den Parkplatz, das Schiff lag noch am Kai und eine Minute später gehörten auch wir zu den Passagieren. Unpünktlichkeit kann auch etwas Schönes sein.      mehr     

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15 Tabarca Centro 01
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15 Tabarca Galeria 01
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18 Tabarca Porta de Terra 01
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18 Tabarca Porta de Terra 04
19 Tabarca Porta de la Trancada 01
19 Tabarca Porta de la Trancada 02
19 Tabarca Porta de la Trancada 03
20 Tabarca Porta
21 Tabarca Iglesia 01
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23 Tabarca Parques 01
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28 Tabarca Bucht 01
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28 Tabarca Bucht 10
28 Tabarca Bucht 11
28 Tabarca Bucht 12
28 Tabarca Isla La Cantera 01
31 Tabarca San Jose 01
31 Tabarca San Jose 02
31 Tabarca San Jose 03
31 Tabarca San Jose 04
32 Tabarca Leuchtturm 01
32 Tabarca Leuchtturm 02
33 Tabarca Finca 01
33 Tabarca Finca 02
36 Tabarca NSG 01
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36 Tabarca NSG 04
36 Tabarca NSG 05
36 Tabarca NSG 06
36 Tabarca NSG 07
36 Tabarca NSG 08
51 Tabarca von NSG 01
51 Tabarca von NSG 02
99 Tabarca 01 Tschues
99 Tabarca 02 Tschues
99 Tabarca 03 Tschues
   


Auf dem Schiff befanden sich unter anderem auch eine Gruppe mit "echten" 30, aber "gefühlten" 200 Kleinkindern zwischen 3 und 5 Jahren. Wie so wenige Kinder einen so ohrenbetäubenden Lärm veranstalten können, wird uns ein ewiges Rätsel bleiben. Aus Sicherheitsgründen mussten die Kinder im Schiff bleiben... wir gingen also nach draußen, wo der Lärmpegel aber auch nicht wesentlich niedriger war.

Nach einer halben Stunde hielten wir für einige Minuten vor dem kleinen Hafen der Insel an, um dort die Fische zu füttern und ihnen beim Futtern zuzusehen. Nein, nicht dass ihr etwas Falsches denkt, gefüttert wurden die Fische mit Brötchen, die die Besatzung über Bord warf, wodurch riesige Schwärme von bunten Fischen angezogen wurden. Die armen Viecher mussten völlig ausgehungert sein, so wie sie über das Brot herfielen. Ist aber auch verständlich, schließlich findet diese Fütterung ja nur 5-6 mal täglich statt.

Kurz danach erreichten wir dann Tabarca. Von der sicheren Terrasse eines Restaurant, in dem wir uns erst einmal mit Kaffee stärkten, beobachteten wir das Ziel der Kindergruppe, um unseren Rundgang über die Insel in genau entgegengesetzter Richtung zu beginnen. Nein, wir haben nichts gegen Kinder, nur etwas gegen extreme Lautstärke!

Wir wussten, dass erst vor kurzem ein kleines Museum auf Tabarca eröffnet wurde und wir wissen auch, das spanienweit montags alle Museen geschlossen sind. Aber es war ja Dienstag, also wollten wir unsere Besichtigung mit einem bisschen Bildung starten. Aber, was stand am Eingang? "Cerrado lunes y martes" - "Geschlossen montags und dienstags" - also wurde es wieder einmal nichts mit der Erweiterung der spanienorientierten Bildung.

Denn eben nicht - dann bummeln wir eben durch das Dorf.

Die Insel ist nur 1,8 km lang und an der breitesten Stelle circa 400 m breit (lt. Alicante Turismo) und hat ca. 60 Einwohner (2013). Auf der -von Santa Pola aus gesehen- rechten Hälfte der Insel, befindet sich der bewohnte Teil, der von einer Stadtmauer mit 3 Toren umgeben ist. Innerhalb der Stadtmauer befinden sich die Wohnhäuser, eine Kirche, ein Sportplatz, ein Hotel im ehemaligen Haus des Stadthalters, 2 Hostales, etliche Restaurants und einige Souvenirläden. Wer auf der Insel Geld ausgeben will, sollte etwas davon mitbringen. Eine Bank oder Sparkasse oder einen Geldautomaten sucht man dort vergeblich. Aber es gibt dort, außer den schon genannten Souvenirläden, auch keine Geschäfte, nicht einmal einen klitzekleinen Lebensmittelladen.

Es war schon interessant, durch die kleinen Gassen, zu bummeln. Einige Häuser werden gerade renoviert und es gibt auch einige Neubauten, aber durch die vielen alten, verwitterten Häuser hat der Ort einen etwas heruntergekommenen Charme. Ganz anders sieht es drinnen aus - schöne Patios mit vielen Pflanzen konnten wir entdecken, ab und zu auch mal durch offen stehende Türen einen Blick in verschiedene Wohnzimmer werfen, die meist gepflegt und gemütlich eingerichtet sind.

Nach unserem Rundgang durch den ersten Teil ließen wir uns erschöpft in einem Restaurant nieder, um uns mit Essen und Trinken erneut zu stärken, bevor wir den zweiten Teil, den unbewohnten, in Angriff nahmen.

Dort befinden sich der Turm "San José", der gottlob geschlossen war, sonst hätte Jürgen mich garantiert noch da hoch "gejagt", ein Leuchtturm und der Friedhof ... der Rest ist nur noch Natur - Macchia, Kakteen, Gras ... Weil es dort ein bisschen höher ist, als auf dem Rest der Insel , hat man von dort aus einen herrlichen Blick auf das Meer und auch auf die Küste des Festlandes. Außerdem kann man dort Möwen und andere Meeresvögel beobachten, wenn sie sich dann beobachten lassen wollen. Die Unterwasserwelt rund um die Insel steht seit 1986 unter Naturschutz.

Nachdem wir uns Turm, Leuchtturm, Kakteen, Gras und Macchia angesehen hatten, hätten wir gerne die Insel wieder verlassen, was aber nicht ging, da die Fähre erst ca. 90 Minuten später wieder nach Santa Pola zurückfuhr. Die Wartezeit verbrachten wir dann nach langer Zeit in der prallen Sonne auf der schattigen Terrasse einer Bar nahe des Hafens, wo wir uns mit Fanta und Tonic "abfüllten".

Die Rückfahrt zum Festland machte uns richtig Spaß, denn im Laufe des Tages hatte der Wind kräftig zugelegt. So um die 6 Windstärken und bis zu 3 m hohe Wellen ließen den Katamaran schon heftig schaukeln. Aber das können seefeste Nordlichter ja vertragen. Den schönen Tag beendeten wir noch mit einem Essen beim Griechen in Playa Flamenca. Griechische Restaurants gibt es eigentlich hier kaum, so dass unser Besuch dort eine nette kulinarische Abwechslung war.


Da der Besuch der Insel immer wieder Spaß macht, waren wir mittlerweile einige Male dort, mal mit Elke und Antek, mal mit Emi und Christine, mal mit Karin und Rainer und Gaby und Peter. Auch ihnen hat der Besuch gut gefallen.
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