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Valencia

Valencia Kathedrale Valencia, mit über 800.000 Einwohnern nach Madrid und Barcelona die drittgrößte Stadt Spaniens, direkt an der Mündung des Flusses Turia ins Mittelmeer gelegen, wollten wir uns endlich einmal ansehen. Schließlich ist die Stadt für die zahlreichen, sowohl historischen als auch ultramodernen Sehenswürdigkeiten weltberühmt, und auch durch zwei große Sportveranstaltungen, nämlich dem Formel-1-Rennen und dem America's Cup, für den extra ein Hafen gebaut wurde.

Valencia - der Name steht für Geschichte, Kultur, Museen, Theater, Bildung aber auch für Shopping, Messen, Kongresse und Geschäftswelt. Valencia ist eine lebendige Großstadt mit historischem Stadtkern und pulsierendem Nachtleben.

Valencia, im 138 v. Chr. vom römischen Konsul Décimo Junio Bruto gegründet, hat eine äußerst interessante Geschichte vorzuweisen, über die ich mich hier nicht weiter auslassen möchte. Es würde den Rahmen dieser Seiten sprengen. Dazu gibt es doch schließlich Wikipedia.

Sonntag - Die knapp 300 Kilometer lange Fahrt war natürlich ein "Spaziergang" für uns, da sind wir doch ganz andere Strecken gewohnt. In Valencia angekommen, haben wir ohne Navi (man glaubt es kaum), aber mit der Hilfe eines ganz normales Stadtplans (ja, die gibt es noch) unser Hotel auf Anhieb gefunden.

Es lag wirklich so zentral, wie es sich im Internet anbietet - Metro (U-Bahn) vor der Tür, ebenso ein Taxistand und die Haltestellen der Linien- und der Touristenbusse. Auch mit dem Hotel selber, dem Service, der Lage und allem Drum und Dran waren wir zufrieden, ein richtig praktisches Stadthotel eben... was wollten wir mehr. Das Auto haben wir im hoteleigenen Parkhaus eingesperrt und erst bei der Abreise am Freitag wieder befreit. In Valencia kommt man hervorragend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln klar, egal ob mit der Metro, dem Bus oder mit dem Taxi. Direkt hinter dem Hotel befindet sich ein riesiges Einkaufszentrum und viele Restaurants und Bars in unmittelbarer Umgebung.

Gleich am ersten Abend sind wir mit der U-Bahn in die nur 2 Stationen entfernte Altstadt gefahren, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen und zu endlich etwas zu essen. Auf Fahrten fällt Essen bei uns nämlich öfter mal aus - keine Zeit. Wir haben dann auch schnell ein schönes kleines Restaurant gefunden, in dem wir es uns dann gut gehen ließen. Nach dem Essen haben wir uns noch im Restaurant die für uns im Hotelzimmer in deutscher Sprache ausliegenden Stadt-Informationen angesehen und den Ablauf der kommenden Tage geplant.

Am Montag sind wir erneut in die Altstadt, ins Casco Antiguo, gefahren, um uns dort ausführlich umzuschauen, bewaffnet mit allem, was der Touri so braucht: Infomaterial, Stadtplan, detaillierten Altstadtplan, Metroplan und Metro-Dauerkarte, Translator und Kamera. Schaut euch mal ein bisschen um in der Altstadt und in der Markthalle - es lohnt sich.     Valencia - Altstadt      Valencia - Markthalle

Am Dienstag sind wir mit großen Erwartungen zum Hafen gefahren. Als Hamburger haben wir natürlich so unsere Vorstellungen von einem Hafen und wurden in Valencia ziemlich enttäuscht. Klar, es war schon schön dort, aber unter "Hafen" verstehen wir doch etwas anderes. Trotzdem haben wir uns einen schönen Tag gemacht. Für Jürgen war natürlich das Casa de la America's Cup das Interessanteste, in dem er sich Videos vergangener America's Cup-Rennen ansehen konnte.       Valencia - Hafen

Abends sind wir dann ins Restaurant Palacio de la Bellota, auch La Catedral del Jamon (Kathedrale des Schinkens) genannt, in dem es aber nicht nur Schinken gibt. Wir haben selten so gut gegessen wie dort. Wer den spanischen Schinken Jamon Iberico mag oder hervorragende valencianische Gerichte genießen will, sollte sich dieses Vergnügen nicht entgehen lassen.     Valencia - Rest. Palacio de la Bellota

Am Mittwoch stand mal wieder etwas Bildung, nämlich der Besuch der Ciudad de las Artes y las Ciencias (Stadt der Künste und der Wissenschaften) auf dem Programm. Wieder einmal in die Metro, dann in den Bus, noch ein paar hundert Meter zu Fuß und schon waren wir am Ziel. Zuerst haben wir uns im Museum der Wissenschaften umgesehen, anschließend das Oceanográfico besucht und uns Walrösser, Pinguine, Haie, komisch aussehende Mondfische, Belugawale und eine Unmenge anderer großer und kleiner Fische angesehen. Begleitet wurden wir konstant von 4 Schulklassen, deren Schüler im Alter zwischen 10 und 13 Jahren waren ... ein wirklicher "Ohrenschmaus". Nach vielen Stunden im Museum und Aquarium kamen wir abends völlig erledigt wieder im Hotel an.
Valencia - Ciudad de las Artes y las Ciencias und Oceanográfico

Am Donnerstag mussten wir mal wieder in die Altstadt, denn an jedem Donnerstag um 12.00 Uhr tagt vor der Kathedrale das Tribunal del Aqua, das Wassergericht, eine Veranstaltung, die man sich einfach mal angesehen haben sollte. Um nicht, wie meistens, in der letzten Reihe stehen und mir von Jürgen erklären lassen zu müssen, was vorne passiert, waren wir dieses Mal sehr rechtzeitig dort, wie hunderte andere Leute auch. Trotzdem konnten wir uns einen Stehplatz direkt an der Absperrung sichern, den wir dann auch bis zum fast pünktlichen Beginn der Veranstaltung verteidigen konnten. Danach haben wir uns einmal mehr in den Gassen "rumgetrieben" - es gab immer wieder etwas Neues zu entdecken. Valencia - Tribunal del Agua

Während eines kleinen Spaziergangs am späten Nachmittag entdeckte Jürgen in der Nähe des Hotels noch ein Restaurant der ganz besonderen Art, nämlich den Bierwinkel. Klar, dass wir neugierig wurden und abends dorthin zum Essen gingen. Obwohl es ein Lokal ist, das einem spanischen Getränkevertrieb gehört, war die Speisekarte mehrsprachig, die Einrichtung sehr bayerisch und das Essen sehr deutsch. Nur die Gäste, die das deutsche Essen zu genießen schienen, waren sehr spanisch. Die einzigen Ausländer in dem Lokal waren wir.



Am Freitag haben wir dann die Rückfahrt angetreten. Ganz gemütlich sind wir durch das Naturschutzgebiet "La Albufera" gefahren, vorbei an dem riesigen See und durch die unzähligen Reisfelder. Aufgehalten haben wir uns dort aber nicht lange, denn wir wollten unbedingt noch einen Abstecher nach Xàtiva machen. Ellen S. hatte so sehr von der Burg, dem Castillo dort geschwärmt, dass wir sie uns unbedingt noch ansehen mussten. Und es hat sich gelohnt. Die Burg ist einfach phantastisch.       El Castillo de Xàtiva



Es war rundum eine schöne Woche in Valencia. Nicht einmal Probleme mit dem Spanisch gab es. Einige Leute hatten uns gewarnt, dass die Valencianer überhaupt nicht daran denken, mit Ausländern Castillano zu sprechen, sondern nur Valenciano. Diese Behauptung können wir nicht bestätigen. Egal ob in Bus, Metro, Taxe, Hotel, Restaurants, Bars oder die Leute auf der Straße - alle, aber auch wirklich alle haben Castillano mit uns gesprochen, und zwar ohne dass wir darum bitten mussten. Soviel zum Thema "Gerüchte".

Soweit mein Bericht über unseren Besuch in Valencia. Wie immer gibt es ausführliche Informationen bei den jeweiligen Fotos.

Natürlich haben wir noch lange nicht alles gesehen und besichtigt. Dazu ist die Stadt einfach zu groß. Es gibt noch viele andere interessante Gebäude und Sehenswürdigkeiten, botanische Gärten, Zoos, Parks und unzählige Museen und viele Veranstaltungen, wie die berühmten Fallas. Aber dafür benötigt man mehr Zeit, als wir für unseren Besuch geplant hatten.

Natürlich darf ich nicht vergessen zu erwähnen, dass wir, besonders ich, das Shoppingangebot im Nuevo Centro (neben diversen Kaufhäusern wie z.B. El Corte Inglés gibt es noch ca. 80 weitere Geschäfte) ausführlich ausgenutzt haben.

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